Mag. Christian Inzko absolvierte das naturwissenschaftliche Gymnasium in Klagenfurt. Nach der Matura begann er ein individuelles Diplomstudium in den Studienrichtungen Medienwissenschaften und Informationstechnologien. Von 1990 bis 2005 war er in der Wirtschaftskammer Kärnten angestellt. Seit 2005 ist er in der Raiffeisenlandesbank Kärnten mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung und Vertrieb in der Stabstelle für Business Development des Rechenzentrums tätig.
Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einem guten Frühstück.
Am besten entspannen kann ich mich auf meinem Segelboot.
Das schönste an meinem Beruf ist die kreative Freiheit.
Am besten erhole ich mich im Urlaub.
Meine schönste Kindheitserinnerung ist einmal einen Koalabären in der Hand gehalten zu haben.
Lebensmotto: Wenn man innere Zufriedenheit erreichen will, muss man auch einmal unausgetretene Wege bestreiten.
Wie sind Sie zu der IT-Branche gekommen?
Inzko: Die technischen Aspekte des Computers waren immer schon ein Hobby von mir. Meinen ersten erhielt ich bereits mit 12 Jahren, wobei diese Geräte nicht mal annähernd mit den heutigen vergleichbar sind. Um meine schulische Bildung zu spezialisieren besuchte ich einige WIFI-Kurse nebenbei. Es kann gesagt werden, dass der Beginn der professionellen EDV ungefähr 22 Jahre zurückliegt und ich war mittendrin.
Sie sind seit 2005 bei der Raiffeisen Bankengruppe als Verantwortlicher für das Business Development des Rechenzentrums tätig. Wo lagen Ihre Anfänge im beruflichen Bereich?
Inzko:. Eigentlich war mein beruflicher Mittelpunkt die Wirtschaftskammer bei der ich nach meiner Matura eine Anstellung bekam. Anfänglich blieb ich in der EDV-Abteilung und entschied mich dann für ein BWL-Studium nebenbei. Für mich zeigte sich aber sehr schnell, dass diese Studienrichtung nicht das richtige war. Da ich in vielen Dingen gerne neue Wege bestreite, entschloss ich mich dafür, ein individuelles Diplomstudium zu beginnen. Ich wählte die Studienrichtungen Medienwissenschaften und Informationstechnologien. Für mich war damals schon klar, dass diese beiden Bereiche zusammengehören. Deshalb erkannte ich auch schon zu Beginn des Internets, sein Potenzial, im Bereich der Kommunikation. 2005 wechselte ich zur Raiffeisenlandesbank Kärnten, mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung und Vertrieb.
Wie gelang Ihnen der Spagat zwischen Beruf und Studium?
Inzko: Die Konvergenz zwischen Universität und Beruf lief sehr gut. Mir war es wichtig, so schnell wie möglich viel zu lernen. Einer meiner Leitsätze ist es nicht in Selbstzufriedenheit zu verfallen, sondern zu versuchen sich ständig weiterzuentwickeln. Ich verbrachte auch ein halbes Jahr an der UCLA in Amerika.
Warum haben Sie sich dafür entschieden in die Beratungsposition zu wechseln?
Inzko: Das problematische an der IT-Branche ist die Gefahr sich psychisch in ein burn out zu manövrieren. Die ständige Anforderung auf dem neuesten Stand sein zu müssen, kann dazu führen, dass man dem Druck nicht mehr standhält. Dies war der Hauptgrund für mich in die Beratungstätigkeit zu wechseln. Meine Aufgabe sehe ich darin, den Unternehmern die Möglichkeit der neuen Medien näher zu bringen. Als Berater befindet man sich in der Expertenposition. Die Schwierigkeit liegt darin, komplexe Sachverhalte möglichst einfach zu erklären. Deshalb ist für mich auch die Verbindung mit der Kommunikationswissenschaft unerlässlich.
Auf welche berufliche Leistung erinnern Sie sich gerne zurück?
Inzko: Ich wurde bereits mit 29 Jahren zum Spartengeschäftsführer der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Kärnten. Damit wurde ich vom Fachexperten zum Logisten. Da es zu meinem innersten Grundsatz gehört, neues vielleicht auch unorthodoxes zu probieren, gelang es mir während dieser Zeit einen Durchbruch zu erzielen. Die WLAN-Netze waren damals noch nicht gesichert und damit für Hacker leichte Beute. Um diese Tatsache aufzuzeigen und einen Umbruch im Denken herbeizuführen, versuchte ich die Sicherheitslücken durch eine Ortung via Flugzeug über Kärnten ersichtlich zu machen. Dieses Beispiel zeigt auch eine weitere meiner Charaktereigenschaften, nämlich immer ein wenig spektakulärer als die Anderen zu sein.
Welche Stärken haben Sie?
Inzko: Ich bin nicht der Typ der jammert. Das bedeutet, dass ich der festen Überzeugung bin, dass man sein Glück selbst suchen muss. Zusatzqualifikationen machen einen für den Arbeitsmarkt interessanter. Vor allem aber ist es wichtig Engagement zu zeigen. Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich der Typ von Mensch bin, der gerne unausgetretene Wege beschreitet. Das bedeutet, ich bin immer bei neuen Entwicklungen dabei und scheue es auch nicht, ungewöhnliche Methoden zu versuchen. Wenn ich die Freiheit habe mein kreatives Potenzial so umzusetzen wie ich möchte, dann bin ich am leistungsfähigsten und damit auch am besten.
Gab es Schwierigkeiten beim Wechsel von der Wirtschaftskammer zur Raiffeisenbank?
Inzko: Die größte Herausforderung lag für mich im Wechsel von einer Non Profit Organisation hin zu einer Profit Organisation. Es ging nicht mehr darum ein bestimmtes Budget umzusetzen, sondern einen Profit zu erarbeiten. Bei meinem Wechsel zur Raiffeisenbank hatte ich mir bereits ein großes Netzwerk an Partnern erarbeitet, dass für jeden Unternehmer von besonderer Wichtigkeit ist. Die Herausforderung in der Produktentwicklung ist nicht die Entwicklung alleine, sondern vor allem das Vertreiben. Es bringt einem nichts ein super Produkt zu haben, ohne die kommunikationstechnischen Ressourcen, es an den Mann zu bringen.
Wie wichtig ist es für Sie eine vielfältige Ausbildung zu haben?
Inzko: Für mich ist Bildung und vor allem Weiterbildung essentiell. Auto-didaktisches Lernen ist im IT-Bereich bei der heutigen Komplexität der Materie, beinahe unmöglich. Ich bin selbst als Vortragender an der Universität Klagenfurt und an der Fachhochschule in Hamburg tätig. Da ich ein Mann aus der Praxis bin, ist für mich vor allem die Beleuchtung theoretischen Wissens durch die praktische Sicht wichtig. Wissen baut für mich auf dem Prinzip des lebenslangen Lernens auf. Damit meine ich, dass Bildung ein unendlicher Prozess ist, der niemals abgeschlossen sein kann und soll. Vor allem der IT-Sektor ist eine Branche, die ständigen Wandlungen unterworfen ist. Ich bin ein Verfechter davon, nicht auf seinem Ausbildungsstatus zu verharren und damit auch die Möglichkeit zu verwerfen, sein Leistungspotenzial auszuschöpfen. Neben einer fundierten Ausbildung, finde ich es aber auch entscheidend zu lernen, sich selbst zu verkaufen. Damit geht auch eine Persönlichkeitsentwicklung einher, die ohne Bildung nicht möglich wäre.
Sie erwähnten bereits, dass Sie als Vortragender tätig sind. Wie gefällt Ihnen die Arbeit mit jungen Menschen?
Inzko: Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Das Schöne daran ist, dass man andere Denkweisen vermittelt bekommt. Dadurch bleibt man jung, jetzt nicht bloß aufs körperliche bezogen, sondern vor allem auch mental.
Welche Herausforderungen beinhaltet Kommunikation in den Zeiten der neuen Informationstechnologien, in denen der face-to-face Kontakt immer mehr abnimmt?
Inzko: Die kommunikativen Entwicklungen empfinde ich persönlich als bedrohlich. Ich würde sogar soweit gehen, die Kommunikationsmedien als Geisel der Gesellschaft zu bezeichnen. Wir befinden uns in einer Welt, in der Erreichbarkeit als Verpflichtung angesehen wird. Damit werden wir immer mehr zu Getriebenen unserer eigenen Technologien. Abschalten ist aufgrund dieser Tatsache beinahe unmöglich geworden. Dies mindert auch unsere Lebensqualität und führt dazu, dass immer mehr psychologische Probleme auftreten. Im beruflichen Bereich verzichte ich gerne auf technische Hilfsmittel und bevorzuge den persönlichen Kontakt. Vor allem bei der Produktentwicklung und im Vertrieb ist es wichtig, persönlich mit dem Kunden zu kommunizieren. Dadurch erhält man die Möglichkeit entsprechend intervenieren zu können, um das Produkt speziell auf die Bedürfnisse des Kunden abzustimmen.
Sie geben auch Vorträge zum erfolgreichen Internetmarketing. Welches Potenzial liegt darin verborgen?
Inzko: Das Internet ist eine Plattform, die die Möglichkeit bietet auf sich aufmerksam zu machen. Das Potenzial liegt für mich nicht hauptsächlich darin, möglichst viele anzusprechen, sondern vielmehr einen regionalen Bezug zu schaffen. Den globalen Markt anzustreben ist meiner Meinung nach schwierig und auch nicht immer sinnvoll. Wie bei jedem erfolgreichen Marketing kommt es auch beim Internetmarketing auf die Abstimmung zwischen Produkt und Kundenbedürfnis an.
Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Inzko: In einem Wort ausgedrückt, würde ich sagen er ist kooperativ. Das bedeutet, dass ich meinen Mitarbeitern gerne viel Eigenverantwortung übertrage. Der positive Effekt liegt für mich darin, Arbeit abgeben zu können. Für meine Mitarbeiter bedeutet dies wiederum, dass sie mein Vertrauen genießen, welches sich in einem erhöhten Arbeitsengagement ihrerseits widerspiegelt. Natürlich impliziert das auch umgekehrt, dass ich meinen Mitarbeitern vertrauen können muss. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich behaupten, dass die Übertragung von Verantwortung die Stärken der einzelnen Personen hervortreten lässt.
Welches Potenzial steckt Ihrer Meinung nach in den neuen Medien wie Facebook?
Inzko: Im beruflichen Bereich würde ich das Potenzial solcher Netzwerke eher gering einschätzen. Für mich ist Facebook ein persönlichkeitsorientiertes Portal. Um die Fähigkeiten von Facebook beruflich ausnützen zu können, müsste man das Unternehmen personalisieren. Damit meine ich, man bräuchte ein Aushängeschild für die Firma. Das müsste eine besonders charismatische Person sein, die dazu in der Lage ist Kunden anzuziehen. Man darf die Wirkungsmacht dieser Plattform aber auf keinen Fall unterschätzen. Im Facebook vollzieht sich vor allem Meinungsbildung, da es den Schmelztiegel vieler verschiedener Meinungen bildet.
Welchen Beruf wollten Sie immer schon mal ausprobieren?
Inzko: Ich könnte mir vorstellen Tischler zu sein. Es ist schön am Prozess beteiligt zu sein wie aus einer rohen Materie, durch das eigene Wirken etwas Spezielles wird. Kreativität ist auch hierbei gefragt und ich bin gerne kreativ tätig.
Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Inzko: Im Winter betreibe ich vor allem Kickboxen und im Sommer bin ich auf meinem Segelboot zu finden. Kickboxen finde ich vor allem deshalb so interessant, weil es mentale mit körperlicher Stärke verbindet, wobei das Sportliche aber im Vordergrund steht. In der Wettkampfsituation ist aber die mentale Kraft entscheidend, um den Kampf gewinnen zu können. Kickboxen betreibe ich schon seit 15 Jahren. Wie in meinem beruflichen Leben, zeigt sich auch beim Sport, dass meine Stärke eher in der Trainertätigkeit liegt. Ich bin besser im erklären, als darin, das Erklärte selbst umzusetzen.
Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Inzko: Mein Hauptziel ist es nicht mehr fremdbestimmt zu sein. Das bezieht sich vor allem auf den beruflichen Bereich. Um es auf den Punkt zu bringen meine ich damit, mir Unabhängigkeit zu schaffen, so frei zu sein wie möglich.
Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einem guten Frühstück.
Am besten entspannen kann ich mich auf meinem Segelboot.
Das schönste an meinem Beruf ist die kreative Freiheit.
Am besten erhole ich mich im Urlaub.
Meine schönste Kindheitserinnerung ist einmal einen Koalabären in der Hand gehalten zu haben.
Lebensmotto: Wenn man innere Zufriedenheit erreichen will, muss man auch einmal unausgetretene Wege bestreiten.
Wie sind Sie zu der IT-Branche gekommen?
Inzko: Die technischen Aspekte des Computers waren immer schon ein Hobby von mir. Meinen ersten erhielt ich bereits mit 12 Jahren, wobei diese Geräte nicht mal annähernd mit den heutigen vergleichbar sind. Um meine schulische Bildung zu spezialisieren besuchte ich einige WIFI-Kurse nebenbei. Es kann gesagt werden, dass der Beginn der professionellen EDV ungefähr 22 Jahre zurückliegt und ich war mittendrin.
Sie sind seit 2005 bei der Raiffeisen Bankengruppe als Verantwortlicher für das Business Development des Rechenzentrums tätig. Wo lagen Ihre Anfänge im beruflichen Bereich?
Inzko:. Eigentlich war mein beruflicher Mittelpunkt die Wirtschaftskammer bei der ich nach meiner Matura eine Anstellung bekam. Anfänglich blieb ich in der EDV-Abteilung und entschied mich dann für ein BWL-Studium nebenbei. Für mich zeigte sich aber sehr schnell, dass diese Studienrichtung nicht das richtige war. Da ich in vielen Dingen gerne neue Wege bestreite, entschloss ich mich dafür, ein individuelles Diplomstudium zu beginnen. Ich wählte die Studienrichtungen Medienwissenschaften und Informationstechnologien. Für mich war damals schon klar, dass diese beiden Bereiche zusammengehören. Deshalb erkannte ich auch schon zu Beginn des Internets, sein Potenzial, im Bereich der Kommunikation. 2005 wechselte ich zur Raiffeisenlandesbank Kärnten, mit dem Schwerpunkt Produktentwicklung und Vertrieb.
Wie gelang Ihnen der Spagat zwischen Beruf und Studium?
Inzko: Die Konvergenz zwischen Universität und Beruf lief sehr gut. Mir war es wichtig, so schnell wie möglich viel zu lernen. Einer meiner Leitsätze ist es nicht in Selbstzufriedenheit zu verfallen, sondern zu versuchen sich ständig weiterzuentwickeln. Ich verbrachte auch ein halbes Jahr an der UCLA in Amerika.
Warum haben Sie sich dafür entschieden in die Beratungsposition zu wechseln?
Inzko: Das problematische an der IT-Branche ist die Gefahr sich psychisch in ein burn out zu manövrieren. Die ständige Anforderung auf dem neuesten Stand sein zu müssen, kann dazu führen, dass man dem Druck nicht mehr standhält. Dies war der Hauptgrund für mich in die Beratungstätigkeit zu wechseln. Meine Aufgabe sehe ich darin, den Unternehmern die Möglichkeit der neuen Medien näher zu bringen. Als Berater befindet man sich in der Expertenposition. Die Schwierigkeit liegt darin, komplexe Sachverhalte möglichst einfach zu erklären. Deshalb ist für mich auch die Verbindung mit der Kommunikationswissenschaft unerlässlich.
Auf welche berufliche Leistung erinnern Sie sich gerne zurück?
Inzko: Ich wurde bereits mit 29 Jahren zum Spartengeschäftsführer der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Kärnten. Damit wurde ich vom Fachexperten zum Logisten. Da es zu meinem innersten Grundsatz gehört, neues vielleicht auch unorthodoxes zu probieren, gelang es mir während dieser Zeit einen Durchbruch zu erzielen. Die WLAN-Netze waren damals noch nicht gesichert und damit für Hacker leichte Beute. Um diese Tatsache aufzuzeigen und einen Umbruch im Denken herbeizuführen, versuchte ich die Sicherheitslücken durch eine Ortung via Flugzeug über Kärnten ersichtlich zu machen. Dieses Beispiel zeigt auch eine weitere meiner Charaktereigenschaften, nämlich immer ein wenig spektakulärer als die Anderen zu sein.
Welche Stärken haben Sie?
Inzko: Ich bin nicht der Typ der jammert. Das bedeutet, dass ich der festen Überzeugung bin, dass man sein Glück selbst suchen muss. Zusatzqualifikationen machen einen für den Arbeitsmarkt interessanter. Vor allem aber ist es wichtig Engagement zu zeigen. Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich der Typ von Mensch bin, der gerne unausgetretene Wege beschreitet. Das bedeutet, ich bin immer bei neuen Entwicklungen dabei und scheue es auch nicht, ungewöhnliche Methoden zu versuchen. Wenn ich die Freiheit habe mein kreatives Potenzial so umzusetzen wie ich möchte, dann bin ich am leistungsfähigsten und damit auch am besten.
Gab es Schwierigkeiten beim Wechsel von der Wirtschaftskammer zur Raiffeisenbank?
Inzko: Die größte Herausforderung lag für mich im Wechsel von einer Non Profit Organisation hin zu einer Profit Organisation. Es ging nicht mehr darum ein bestimmtes Budget umzusetzen, sondern einen Profit zu erarbeiten. Bei meinem Wechsel zur Raiffeisenbank hatte ich mir bereits ein großes Netzwerk an Partnern erarbeitet, dass für jeden Unternehmer von besonderer Wichtigkeit ist. Die Herausforderung in der Produktentwicklung ist nicht die Entwicklung alleine, sondern vor allem das Vertreiben. Es bringt einem nichts ein super Produkt zu haben, ohne die kommunikationstechnischen Ressourcen, es an den Mann zu bringen.
Wie wichtig ist es für Sie eine vielfältige Ausbildung zu haben?
Inzko: Für mich ist Bildung und vor allem Weiterbildung essentiell. Auto-didaktisches Lernen ist im IT-Bereich bei der heutigen Komplexität der Materie, beinahe unmöglich. Ich bin selbst als Vortragender an der Universität Klagenfurt und an der Fachhochschule in Hamburg tätig. Da ich ein Mann aus der Praxis bin, ist für mich vor allem die Beleuchtung theoretischen Wissens durch die praktische Sicht wichtig. Wissen baut für mich auf dem Prinzip des lebenslangen Lernens auf. Damit meine ich, dass Bildung ein unendlicher Prozess ist, der niemals abgeschlossen sein kann und soll. Vor allem der IT-Sektor ist eine Branche, die ständigen Wandlungen unterworfen ist. Ich bin ein Verfechter davon, nicht auf seinem Ausbildungsstatus zu verharren und damit auch die Möglichkeit zu verwerfen, sein Leistungspotenzial auszuschöpfen. Neben einer fundierten Ausbildung, finde ich es aber auch entscheidend zu lernen, sich selbst zu verkaufen. Damit geht auch eine Persönlichkeitsentwicklung einher, die ohne Bildung nicht möglich wäre.
Sie erwähnten bereits, dass Sie als Vortragender tätig sind. Wie gefällt Ihnen die Arbeit mit jungen Menschen?
Inzko: Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Das Schöne daran ist, dass man andere Denkweisen vermittelt bekommt. Dadurch bleibt man jung, jetzt nicht bloß aufs körperliche bezogen, sondern vor allem auch mental.
Welche Herausforderungen beinhaltet Kommunikation in den Zeiten der neuen Informationstechnologien, in denen der face-to-face Kontakt immer mehr abnimmt?
Inzko: Die kommunikativen Entwicklungen empfinde ich persönlich als bedrohlich. Ich würde sogar soweit gehen, die Kommunikationsmedien als Geisel der Gesellschaft zu bezeichnen. Wir befinden uns in einer Welt, in der Erreichbarkeit als Verpflichtung angesehen wird. Damit werden wir immer mehr zu Getriebenen unserer eigenen Technologien. Abschalten ist aufgrund dieser Tatsache beinahe unmöglich geworden. Dies mindert auch unsere Lebensqualität und führt dazu, dass immer mehr psychologische Probleme auftreten. Im beruflichen Bereich verzichte ich gerne auf technische Hilfsmittel und bevorzuge den persönlichen Kontakt. Vor allem bei der Produktentwicklung und im Vertrieb ist es wichtig, persönlich mit dem Kunden zu kommunizieren. Dadurch erhält man die Möglichkeit entsprechend intervenieren zu können, um das Produkt speziell auf die Bedürfnisse des Kunden abzustimmen.
Sie geben auch Vorträge zum erfolgreichen Internetmarketing. Welches Potenzial liegt darin verborgen?
Inzko: Das Internet ist eine Plattform, die die Möglichkeit bietet auf sich aufmerksam zu machen. Das Potenzial liegt für mich nicht hauptsächlich darin, möglichst viele anzusprechen, sondern vielmehr einen regionalen Bezug zu schaffen. Den globalen Markt anzustreben ist meiner Meinung nach schwierig und auch nicht immer sinnvoll. Wie bei jedem erfolgreichen Marketing kommt es auch beim Internetmarketing auf die Abstimmung zwischen Produkt und Kundenbedürfnis an.
Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
Inzko: In einem Wort ausgedrückt, würde ich sagen er ist kooperativ. Das bedeutet, dass ich meinen Mitarbeitern gerne viel Eigenverantwortung übertrage. Der positive Effekt liegt für mich darin, Arbeit abgeben zu können. Für meine Mitarbeiter bedeutet dies wiederum, dass sie mein Vertrauen genießen, welches sich in einem erhöhten Arbeitsengagement ihrerseits widerspiegelt. Natürlich impliziert das auch umgekehrt, dass ich meinen Mitarbeitern vertrauen können muss. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich behaupten, dass die Übertragung von Verantwortung die Stärken der einzelnen Personen hervortreten lässt.
Welches Potenzial steckt Ihrer Meinung nach in den neuen Medien wie Facebook?
Inzko: Im beruflichen Bereich würde ich das Potenzial solcher Netzwerke eher gering einschätzen. Für mich ist Facebook ein persönlichkeitsorientiertes Portal. Um die Fähigkeiten von Facebook beruflich ausnützen zu können, müsste man das Unternehmen personalisieren. Damit meine ich, man bräuchte ein Aushängeschild für die Firma. Das müsste eine besonders charismatische Person sein, die dazu in der Lage ist Kunden anzuziehen. Man darf die Wirkungsmacht dieser Plattform aber auf keinen Fall unterschätzen. Im Facebook vollzieht sich vor allem Meinungsbildung, da es den Schmelztiegel vieler verschiedener Meinungen bildet.
Welchen Beruf wollten Sie immer schon mal ausprobieren?
Inzko: Ich könnte mir vorstellen Tischler zu sein. Es ist schön am Prozess beteiligt zu sein wie aus einer rohen Materie, durch das eigene Wirken etwas Spezielles wird. Kreativität ist auch hierbei gefragt und ich bin gerne kreativ tätig.
Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Inzko: Im Winter betreibe ich vor allem Kickboxen und im Sommer bin ich auf meinem Segelboot zu finden. Kickboxen finde ich vor allem deshalb so interessant, weil es mentale mit körperlicher Stärke verbindet, wobei das Sportliche aber im Vordergrund steht. In der Wettkampfsituation ist aber die mentale Kraft entscheidend, um den Kampf gewinnen zu können. Kickboxen betreibe ich schon seit 15 Jahren. Wie in meinem beruflichen Leben, zeigt sich auch beim Sport, dass meine Stärke eher in der Trainertätigkeit liegt. Ich bin besser im erklären, als darin, das Erklärte selbst umzusetzen.
Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Inzko: Mein Hauptziel ist es nicht mehr fremdbestimmt zu sein. Das bezieht sich vor allem auf den beruflichen Bereich. Um es auf den Punkt zu bringen meine ich damit, mir Unabhängigkeit zu schaffen, so frei zu sein wie möglich.
Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: Klaus-Ingomar Kropf Sonntag, den 22. August 2010 um 13:23 Uhr









