Bundeskanzler Werner Faymann und seine SPÖ erteilten am Freitag dem Koalitionspartner ÖVP in der Bildungsdiskussion eine klare Abfuhr: Das SPÖ-Präsidium stimmte gegen die von Vizekanzler Josef Pröll und den ÖVP-Landeshauptleuten gewünschte Übertragung der Lehrerkompetenz an die Länder.
Das SPÖ-Gremium bekräftigte, dass es dem Wunsch des Koalitionspartners nicht entsprechen werde und die gesetzliche Lage unverändert bleiben solle. Demnach wird der Bund weiterhin für AHS und BHS zuständig sein, den Ländern obliegt der Pflichtschulbereich. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) will allerdings künftig genauer kontrollieren, ob die Lehrer in den einzelnen Ländern möglichst effizient eingesetzt werden.
Die SPÖ ist hingegen bestrebt, die neue Mittelschule auszuweiten und nach und nach zu einer gemeinsamen Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen zu machen. Weiters sollen die ganztägigen Schulangebote erweitert werden.
Geschrieben von: RG Fotografiert von: KK = Klaus Kropf Freitag, den 19. November 2010 um 13:29 Uhr







