Damit wollen die Studenten zeigen, dass sie mit den Sparmaßnahmen der Bundesregierung nicht einverstanden sind.
Weil die Zugeständnisse der Bundesregierung den Studenten nicht weit genug gehen, möchten diese nun den Protest weiterführen. So soll etwa jeden Dienstag bis Weihnachten eine Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt stattfinden.
Seit eineinhalb Jahren steht die 25-jährige Studentin Sigrid Maurer aus Tirol an der Spitze der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Sie studierte ursprünglich Musikwissenschaften in Innsbruck, sattelte dann aber auf Politikwissenschaften in Wien um.
Seit 2005 engagiert sich Maurer in der ÖH. Als Schlüsselereignis, sich politisch zu betätigen, gab sie die damals drohende Abschaffung ihrer ursprünglichen Studienrichtung Musikwissenschaften in Innsbruck an. Seither vertritt sie Studierende in mehreren universitären Gremien. Für den ÖH-Wahlkampf hat die Spitzenkandidatin der GRAS (Grüne und Alternative StudentInnen) im Februar 2009 extra ihren Hauptwohnsitz nach Wien verlagert.
Zahlreichen Medienauftritte, die Teilnahme am Uni-Dialog im Vorjahr oder der Abbruch der Gespräche beim Uni-Gipfel am Montag letzter Woche, zeichnen sie als harten Verhandlungspartner aus. Maurer fährt einen kompromisslosen Konfrontationskurs gegenüber der Politik.
Die engagierte Studentenchefin hat die ÖH wieder zu einem ernst zu nehmenden Gegner gemacht. Selbst in kritischen Uni-Kreisen und von offizieller politischer Seite wird Maurer für ihre Fachkompetenz geschätzt.
Im Privatleben hat sich Maurer einen Ruf als hervorragende Jazz-Sängerin gemacht. Vor ihrem politischen Engagement dachte Maurer sogar daran Berufsmusikerin zu werden. Ob sie nach ihrer Vorsitzperiode, die im Sommer endet, in die hohe Politik wechselt oder ihren Traum Musiker zu werden verwirklicht, lässt sie offen.
Geschrieben von: © Thomas Kukovec Fotografiert von: KK Sigrid Maurer Montag, den 29. November 2010 um 19:50 Uhr







