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Im Gespräch mit Birgit Doll

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Im Gespräch mit Birgit Doll

Die Nestroy-Preisträgerin Birgit Doll wurde am 9. März 1958 in Wien geboren, studierte in Wien Germanistik und Theaterwissenschaft und absolvierte eine Schauspielausbildung am Wiener Reinhardt-Seminar...

Maximilian Schell hat mir das Vertrauen geschenkt....
 


Sie spielte unter anderem am Salzburger Landestheater, bei den Salzburger Festspielen, in Wien am Theater in der Josefstadt, am Volkstheater und an der Burg, weiters am Zürcher Schauspielhaus, am Berliner Schillertheater, am Bayerischen Staatsschauspiel München und in Hamburg am Ernst-Deutsch-Theater sowie bei den Kammerspielen. Dabei arbeitete Doll mit namhaften Regisseuren wie Ingmar Bergmann, Maximilian Schell, Hans Gratzer, Hans Lietzau, Otto Schenk und Achim Benning zusammen.


 
Am Burgtheater und am Volkstheater in Wien spielte Birgit Doll seit 1990 große Frauenfiguren wie u. a. Ibsens "Nora" und "Hedda Gabler" (Karl-Skraup-Preis 1994/95), Grillparzers "Libussa" (Josef-Kainz-Medaille 1990/91), die "Medea" von Euripides und die Titelrolle in Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (Nestroy-Preis 2000). Darüber hinaus bewies die Wiener Schauspielerin ihre künstlerische Vielfalt auch in anderen Bühnenbereichen: Im Rahmen des Literaturfestivals "Literatur im März" 2002 wirkte Doll in der szenischen Lesung "Ich räum auf!", die von Schriftstellerinnen der Zwischenkriegszeit handelt, mit. Im Frühjahr 2003 war sie in der jazzigen Oper "Fear Death by Water" ("Fürchte den Tod im Wasser") des Wiener Komponisten und Jazzmusikers Franz Koglmann in einer Hauptrolle zu sehen.
 
 
Birgit Doll ist allerdings auch selbst als Theaterregisseurin tätig: Ihr Debüt gab sie mit der Inszenierung von Henning Mankells "Antilopen". Sie setzte in der Wiener Drachengasse das Ein-Mann-Stück "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" des französischen Autors Eric-Emmanuel Schmitt mit Alexander Waechter in der Titelrolle in Szene, inszenierte "Meisterklasse" von T. MacNally (2005), "Warten auf Godot" von S. Beckett (2006) in St. Gallen, bei den Shakespeare-Festspielen auf der Rosenburg "Hamlet" (2004), "Kaufmann von Venedig" (2008), "Sommernachtstraum" (2009).
 
 
Neben ihrer umfassenden Bühnentätigkeit wirkte Birgit Doll in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit. So spielte sie 1979 neben Helmut Qualtinger in "Geschichten aus dem Wienerwald". 1981 stand sie für "Dantons Tod" an der Seite von Götz George, Christian Quadflieg u. a. unter der Regie von Rudolf Noelte vor der Kamera. In Michael Hanekes preisgekröntem Spielfilm "Der siebente Kontinent" spielte sie an der Seite von Dieter Berner.


1998 verkörperte Doll die Titelrolle in Florian Flickers vielfach ausgezeichnetem Roadmovie "Suzie Washington". Für diese schauspielerische Leistung wurde sie als Beste Schauspielerin beim Internationalen Filmfestival Florida (Fort Lauderdale) ausgezeichnet. Zu den weiteren Auszeichnungen, die Birgit Doll für ihre schauspielerischen Leistungen erhalten hat, zählen der Bayerische Filmpreis (zwei Mal) und der Karlsbader Filmpreis.
 
 
Wann haben Sie zum ersten Mal Regie geführt?

Das war 2002 am Volkstheater, und zwar in der österreichischen Erstaufführung des Henning Mankell-Stücks "Antilopen". Es geht dabei um das Versagen bei der Entwicklungshilfe für Afrika, eine Art Psychothriller. Es war ein Erfolg und es hat mich bestärkt weiter zu inszenieren. Unter anderem "Monsieur Ibrahim",  einige Male Shakespeare  sowie „Warten auf Godot“, eine große Herausforderung "Warten auf Godot".


Birgit, wie sehen sie für sich den Unterschied zwischen Regie und Schauspiel?

Ein Schauspieler schlüpft in eine Figur und erfüllt diese mit Leben, verwandelt sich. Ich steige quasi in die Tiefe einer Person, in seinen Mikrokosmos. Als Schauspielerin mache ich das Schicksal der von mir dargestellten Person sichtbar, mit all den Höhen und Tiefen, dem Erfolg und Scheitern. Ich möchte Menschen berühren, Träume wecken und verwirklichen und verführen. Als Regisseur musst du das Ganze sehen, den objektiven Blick von Oben auf die gesamte Geschichte haben. Dazu kommen Musik, Bühnenbild und Kostüme sowie nicht zuletzt ein gut funktionierendes Teamwork, für das du Verantwortung trägst.


Wie bei fast jedem von uns gab es doch sicher auch für Sie Menschen, die Sie prägten und förderten. Welche?
Ich hatte das Glück, einen wirklich wunderbaren und bemerkenswerten Menschen zu begegnen: Otto Schenk als Lehrer und Regisseur, der mir gezeigt hat, wie entgegen gesetzte Wege Körper und Sprache gehen können und wie komisch das sein kann. Hans Lietzau, der mir die Genauigkeit der Sprache nahe brachte und Demut vor einem Dichter, Ingmar Bergmann, bei dem ich begriff, dass Theater auch etwas mit Magie zu tun hat. Maximilian Schell hat mir das Vertrauen geschenkt, vor einer Kamera zu stehen.


Spielen Schauspieler auch im wirklichen Leben?
Das kann ich nicht für andere beantworten. Für mich versuche ich es nicht zu tun, sonst hätte ich das Gefühl, mir mein Instrument falsch zu stimmen.


Gibt es schwierige und weniger schwierige Rollen?
Jede Rolle ist die schwierigste. Es gibt natürlich Rollen, die einem näher liegen als andere, aber vor der Premiere hat man immer das Gefühl, dass es sich um die schwierigste handelt


Birgit, wo sehen Sie sich in zwanzig Jahren?
Auf der Bühne. So oder so

15.09.2010

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Arno Wiedergut Fotografiert von: Klaus-Ingomar Kropf Dienstag, 15. Mai 2012 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Markus Malle

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Im Gespräch mit Markus Malle

„Man muss nicht groß sein,
um Großes leisten zu können!“


Mit viel Eigenironie und Ehrlichkeit berichtet Mag. Markus Malle über den Menschen, der hinter dem Posten des Direktors des Wirtschaftsbundes steckt.
 


Mag. Markus Malle absolvierte die Handelsakademie in Klagenfurt und begann dann ein BWL Studium. Nach diversen beruflichen Tätigkeiten gründete er 2002 sein eigenes Unternehmen MPS consult. Seit 2007 ist er Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einem guten Frühstück, einer Tageszeitung und dem Lächeln einer schönen Frau.

Am besten entspannen kann ich mich beim Sport

Das schönste an meinem Beruf ist die Möglichkeit selbst gestalten zu können. Das bedeutet mit dem Chef Ziele zu definieren, aber frei zu sein, in der Umsetzung.

Am besten erhole ich mich mit einem Buch und einem Cocktail.

Lebensmotto: Erfolgreich ist, wer umsetzt.


Wie sind Sie in die Interessenvertretung gekommen?
Malle: Wenn ich an meine Anfänge zurückdenke, so war ich immer schon motiviert etwas für andere zu tun. In der Schule war ich der erste Schulsprecher, der durch eine Direktwahl gewählt wurde. Später wurde ich Landesschulsprecher und stellvertretender Bundesschulsprecher. Somit war ich von klein weg – naja, klein bin ich ja immer noch – also von meiner Jugend an, in der Interessenvertretung tätig.


Wie sahen Ihre beruflichen Anfänge aus?
Malle: Nach meiner Hak-Matura begann ich das BWL-Studium in Klagenfurt. Auch im Studium lag mein Interesse in der Studienvertretung. Diese Linie verfolgte ich weiter, bis ich zum Fakultätsvorsitzenden der BWL und Informatik wurde. Als ich Vater wurde, wurde mir auch klar, dass ich nun die Verantwortung für eine kleine Familie trug und somit gewann auch das Geld verdienen an Priorität. Ich wurde dann ein Jahr lang Organisationsleiter eines Universitätsprojektes. Es galt einen Kongress zu organisieren, bei dem Softwareprogramme, die im akademischen Umfeld in ganz Europa produziert wurden zur Begutachtung standen. Danach war ich sechs Jahre lang Angestellter bei der Styria Medien AG, wo ich Carinthia-online mit aufbauen durfte. Diese Zeit im Medienbusiness erfuhr ich als sehr lehrreich und spannend. 2002 wechselte ich dann in die Unternehmensberatung. Zusammen mit zwei Kollegen gründete ich das Unternehmen MPS consult, mit den Schwerpunkten, Technologie und Marketing.


Wie sind Sie vom selbstständigen Unternehmensberater zum Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten geworden?

Malle: Interessensvertretung blieb auch während meiner Selbstständigkeit ein Thema. Ich engagierte mich in der Jungen Wirtschaft und wurde zum Landesvorsitzenden gewählt. Mit meinem dortigen Einsatz fiel ich Franz Pacher auf, der mir die Direktorenstelle beim Wirtschaftsbund anbot. Die Entscheidung mein Unternehmen zu verlassen, fiel mir nicht leicht, da es gerade begann richtig ins Laufen zu kommen. Seit 2007 bin ich nun Direktor des Wirtschaftsbundes in Kärnten.


Welche Erfolge konnten Sie in Ihrer Position bereits erzielen?
Malle: Bei den letzten Wirtschaftskammerwahlen konnte mein Team einen Zuwachs von über 8 % verzeichnen. Es war eine spannende Situation für mich, da wir eine andere Form des Wahlkampfes wählten. Wir entschlossen uns auf Plakatwerbung gänzlich zu verzichten und mehr den persönlichen Kontakt zu suchen. Dieser Wahlkampf war für alle deshalb so interessant, weil sich jeder fragte, „was macht der Malle“. Ich bin sehr zufrieden, dass das Konzept und die Arbeit meines Teams so erfolgreich waren.


Wie schwierig war es mit 23 Jahren bereits Vater zu werden?
Malle: Das war ein Einschnitt in meinem Leben, den ich auf keinen Fall missen möchte. Da ich studierte und mir deshalb meine Zeit gut einteilen konnte, blieb ich das erste halbe Jahr bei meinem Sohn zu Hause. Dieser Tatsache verdanke ich es, dass sich dadurch natürlich ein ganz intensives Verhältnis entwickelte. Ein zusätzlicher positiver Effekt war, dass ich durch mein Kind den vielleicht nötigen Ansporn bekam, das Studium schneller zu einem Abschluss zu bringen.


Wie wichtig ist es für Sie eine fundierte Ausbildung genossen zu haben, um beruflich erfolgreich zu sein?
Malle: Das wichtigste ist es meiner Meinung nach, intrinsisch motiviert zu sein. Das bedeutet, sich darüber klar zu werden, was man will und sich dahingehend seine Ziele zu stecken. Studieren ist nicht alles. Viele Leute machen einen tollen Job, auch ohne studiert zu haben. Wir befinden uns in einer Zeit, in der eine gute Ausbildung in vielen Bereichen vorausgesetzt wird, da auch die Anforderungen größer werden. Der Vorteil einer theoretischen Ausbildung liegt darin, dass man Fehler gesagt bekommt, die man in der Praxis sonst erst machen muss. Bildung und Weiterbildung erweitern auch den Horizont, man verharrt somit nicht auf seinem Wissensstand. Ein weiterer Punkt der zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt, ist die Möglichkeit Fehler zu machen.


Wie wurde das Thema Bildung in ihrem Elternhaus gehandhabt?
Malle: Ich stamme aus einer Lehrerfamilie und somit war Bildung immer ein Thema. Als sehr positiv empfand ich den Umgang meiner Eltern mit dem Thema Lernen. Ich wurde nicht zum Lernen, sondern vielmehr zum Wissenserwerb motiviert. Während meiner Schulzeit war ich auch im Theater tätig. Diese Erfahrung war für mich vor allem deshalb so wertvoll, weil ich dadurch lernte wie man sich vor vielen Leuten artikuliert. Selbst heute fällt es mir immer noch leichter, vor einem großen audience zur sprechen, als vor sagen wir mal drei Personen.


War dann Schauspielerei nie eine Berufsoption?
Malle: Ich war immer schon wirtschaftlich interessiert. Das Theater bleibt Teil meines Lebens, denn ich bin heute noch als Obmann der neuen Bühne Villach tätig. Ich hebe mir meine Schauspielambitionen für die Pension auf.


Was ist der Wirtschaftsbund?
Malle: Der Wirtschaftsbund ist die größte Vereinigung für selbstständig denkende Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht auch für andere Berufsgruppen einsetzt. Die Unterstützung von Unternehmern ist deshalb von solcher Wichtigkeit, weil sie diejenigen sind, die das alleinige Risiko und die Verantwortung für ihre Angestellten tragen. Besonders am Herzen liegen uns die Klein- und Mittelbetriebe. Für sie ist es sehr aufwendig neue Mitarbeiter zu suchen, deshalb versuchen sie, Angestellte auch in Krisenzeiten möglichst lange zu binden. Deshalb möchte der Wirtschaftsbund genau diese Leute stärker unterstützen.


Was macht eine erfolgreiche Selbstständigkeit aus?
Malle: Für mich persönlich ist eine konkrete Zielsetzung essentiell. Um sich in der jeweiligen Branche zu etablieren, muss man viel Kraft, Zeit und Energie aufwenden. Dazu zählt auch, dass man Privatzeit opfert. Es ist ein Umdenken in der Arbeitsmentalität gefragt, denn ein Selbstständiger arbeitet wenn es notwendig ist. Dies impliziert auch viel Toleranz Seitens des Partners. Ein Punkt, der meiner Meinung nach nicht unterschätzt werden darf, ist der natürliche Instinkt für den Erfolg einer Geschäftsidee. Damit meine ich, dass eine gute Idee auch dann versagen kann, wenn sie zu früh oder umgekehrt zu spät auf den Markt kommt. Timing ist somit ein wichtiger Faktor.


Welche wirtschaftlichen Kriterien sind dabei zu beachten?
Malle: Das bisher erwähnte, zähle ich zur Kategorie Bauchgefühl. Natürlich gibt es auch wirtschaftliche Kriterien, die eine erfolgreiche Selbstständigkeit ausmachen. Wichtig ist eine fundierte Planung des Unternehmens. Ein weiterer Punkt ist eine genaue Zielgruppenanalyse. Warum viele Unternehmen scheitern, ist meiner Meinung nach das Missachten eines roulierenden Businessplans. Das bedeutet, der Plan gehört ständig innoviert. Was man bei seiner Planung auf keinen Fall vergessen darf, ist Geld zur Seite zu legen.


Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Malle: Ich selbst sehe mich als sehr fordernden, aber auch unterstützenden Chef. Ein Charakteristikum für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team ist Offenheit. Ich kann aber durchaus auch autoritär agieren, vor allem bin ich pitzelig bei gewissen Dingen. So sind für mich Pünktlichkeit und Höflichkeit wichtige Faktoren im Umgang miteinander. Dennoch bin ich mir auch meiner Vorbildfunktion als Vorgesetzter bewusst. Ich kann nicht etwas von meinen Mitarbeitern verlangen, dass ich nicht selbst beherzige. Ich fordere viel von meinen Leuten, aber auch nur deshalb, weil ich selbst gewillt bin, viel zu leisten.


Sie sind auch Lektor an der Alpen Adria Universität Klagenfurt. Wie sieht dort Ihr Tätigkeitsbereich aus?
Malle: Die Arbeit an der Universität macht mir sehr viel Spaß. Ich bin ein Mensch der gerne etwas weiter gibt. Ich veranstalte ein Marketingeinführungsseminar, das die Studierenden mit den Grundlagen der BWL vertraut machen soll. Ich persönlich finde es wichtig einen Praxisbezug herzustellen, um die theoretischen Begrifflichkeiten in ihrem praktischen Nutzen zu zeigen. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass erst die Praxis, Zusammenhänge im theoretischen Wissen verständlich macht. Für mich ist die Zeit an der Uni vergleichbar mit Freizeit, wobei ich mir natürlich über die Ernsthaftigkeit meines dortigen Tuns bewusst bin. Das Vortragen ist eine Quelle aus der ich Kraft schöpfen kann und neue Ideen und Anregungen bekomme. Vor allem die Arbeit mit jungen Menschen ist etwas, dass ich sehr schätze. Ich sehe meine Tätigkeit als Dienst an der Gesellschaft, durch die ich ihr etwas zurückgeben kann.


Was war die größte berufliche Herausforderung, der Sie sich stellten?
Malle: Das war auf jeden Fall die Zeit in der ich mein eigenes Unternehmen hatte. Die Verantwortung dafür zu tragen, genug zu verdienen um die Firma über Wasser halten zu können, war Herausforderung pur. Projektbezogen Geld zu verdienen ist sowieso eine Gratwanderung. Man hat entweder drei Aufträge auf einmal oder gar keinen. Schön ist es, wenn man im Nachhinein betrachtet, eine positive Bilanz ziehen kann und sich die harte, intensive Arbeit gelohnt hat.


Welchen Beruf würden Sie gerne mal für einen Tag ausprobieren?
Malle: Das ist eine schwierige Frage. Ich könnte mir vorstellen Papst zu sein und die erste Amtshandlung wäre es, den Zölibat abzuschaffen.


Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Malle: Eine Erholung vom Alltag finde ich beim Sport. Zu meinen Lieblingsaktivitäten zählen vor allem Joggen, Bergtouren und Schneeschuhtouren. Ich würde mich auch in diesem Bereich als Gratwanderer bezeichnen, denn genauso wie das Auspowern, genieße ich das Faulenzen. So finde ich es ebenso entspannend, auf meiner Couch zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und im Idealfall prasselt dabei der Regen auf das Fensterbrett.


Wie stehen Sie zum Begriff Heimat?

Malle: Für mich ist es wichtig eine Heimatverbundenheit zu spüren. Ich denke, dass jedem die Definition selbst obliegt. Der eine sieht die Heimat dort wo die Familie ist und für den anderen ist Heimat wie eine Wurzel im Boden. Mir ist es ein Anliegen zur eigenen Heimat zu stehen. Ich finde es nicht gut, dass viele Politiker sich auf ihre Heimatverbundenheit rühmen, diese jedoch nur dazu nutzen, sich selbst darzustellen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, auch etwas für die anderen Menschen zu tun. Ich bin stolz darauf ein Klagenfurter zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass ich meinen Blickwinkel nur auf Klagenfurt richte, sondern es impliziert auch mitzudenken, was für Kärnten sinnvoll wäre.


Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?
Malle: Ich möchte auf jeden Fall einen Beitrag für meine Heimat leisten, der unser Land wieder in einem positiveren Licht erscheinen lässt. Im Großen und Ganzen glaube ich aber, dass es das schönste und wichtigste im Leben ist, glücklich zu sein. Dabei bin ich davon überzeugt, dass glücklich sein ein Gefühl ist, das von dem eigenen Selbst abhängt.


Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Malle: Es gibt einige schöne Erinnerungen, aber die, die mir spontan einfällt, war im Alter von sieben Jahren, als ich die erste selbst gemachte Hortzeitung in den Händen hielt. Hierbei hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, ich habe etwas selbst geschaffen.

Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: KK Klaus Kropf Dienstag, 15. Mai 2012 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
Im Gespräch mit Christian Ott

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Im Gespräch mit Christian Ott


„Ich bin kein Investor der in eine Vision investiert,
sondern ich bin auch mit Leib und Seele bei der Umsetzung dabei.“ Diese Aussage spiegelt sehr schön die mit viel Unternehmensgeist ausgestattete Persönlichkeit Christian Ott wieder.
 


Christian Ott war bis 2006 Firmenchef einer Druckerei für Möbelherstellung in Deutschland wo er namhafte Firmen wie Nolte, Rauch, Verzalid belieferte. Heute ist er gemeinsam mit seiner Frau Inhaber des Gutshofs Steindorf mit dem Landgut Lindenhof, einem biologisch landwirtschaftlichen Tourismusbetrieb am Ossiachersee.


Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich
nicht zu spät, mit einer kalten Dusche und lauter Musik. Wenn möglich, nehme ich in Ruhe eine Tasse Kaffe, zusammen mit einer Zigarette zu mir.

Am besten entspannen kann ich mich bei handwerklichen Arbeiten in meinem Betrieb.

Das schönste an meinem Beruf ist, dass er mir Spaß macht.

Am besten erhole ich mich mit meinen Kindern und meiner Frau.

Lebensmotto: Man soll die Sachen, die man macht, richtig machen, damit man auch dahinter stehen kann.

 

Wie sahen Ihre beruflichen Anfänge aus?
Ott:
Ich bin gebürtiger Deutscher und habe in Deutschland das Gymnasium mit dem Abitur beendet. Danach hatte ich mit Entscheidungsproblemen zu kämpfen, denn ich wusste nicht so richtig, was ich machen sollte. Ein Gedanke prägte mich und zwar ja nicht das zu machen, was mein Vater tat, der Inhaber einer Druckerei für Möbelherstellung war. So begann ich eine Ausbildung zum Tischler, wobei sich für mich sehr bald herausstellte, dass das nicht das Richtige für mich war. Auch der Beruf als Garten- und Landschaftsarbeiter erfüllte mich nicht. Also entschloss ich mich BWL zu studieren. Ich hörte aber nach 1½ Semestern auf, weil mir das Studium damals blöd erschien. Dabei kam mir dann die Idee, dass die Arbeit meines Vaters, doch nicht so schlecht war. Zuerst ging ich noch für zwei Jahre nach Spanien und beendete danach das BWL-Studium in Berlin. In der Firma meines Vaters machte ich zu Beginn eher Hilfsdienste. Ich kam mir vor wie der Copy-King. Nach dem Tod meines Vaters übernahm ich die Firma gemeinsam mit meinem Bruder. Später war ich dann der alleinige Inhaber. Insgesamt arbeitete ich 27 Jahre lang in dieser Firma. Die Zeit als Firmenchef war sehr stressig und schwierig. Es gelang mir im Bereich der Expansion einige zusätzliche Standorte in Brasilien, Polen, Deutschland, Indien und Süd-Afrika zu gründen.



Wie kamen Sie vom Industriekaufmann zur Landwirtschaft und zum Tourismus?
Ott:
Ich wollte nicht in Deutschland bleiben, weil es mir als sehr unfreundliches Land begegnete. In der deutschen Mentalität ist es leider vielfach so, dass Geld verdienen als etwas Peinliches angesehen wird. 2006 verkaufte ich die Firma an einen Österreicher und meine Familie und ich begannen darüber nachzudenken, wo wir jetzt unsere Zelte aufschlagen werden. Wir kauften uns eine Hütte am Millstättersee und hatten somit unseren Bezug zu Kärnten. Dann begannen wir uns zu überlegen, welche Länder in Frage kämen. Nach Spanien wollten wir nicht und Amerika haben wir uns zur damaligen Zeit noch nicht zugetraut. Wir entschieden uns dafür, dass Österreich für unsere Pläne passend war. Nach Steindorf sind wir durch Zufall gekommen. Ein Leben in der Stadt kam für uns nicht in Frage. Konkret war in unserer Zukunftsplanung nur der Wunsch, am Land zu leben, mit Wald und Tieren. Die einzige berufliche Tätigkeit die all diese Faktoren vereinte, war jene im landwirtschaftlichen und touristischen Bereich. Wir hatten anfänglich keine genauen Ziele, wie wir diese Unternehmung aufbauen wollten. All das hat sich stufenweise ergeben. Wir haben eine grob bestehende Form in ein ordentliches Konzept gebracht. Jetzt führen wir einen biologisch landwirtschaftlichen Tourismusbetrieb.




Also sehen Sie Ihre Arbeit auch als Ihr Hobby?

Ott:
So würde ich das nicht bezeichnen. Mir macht meine Arbeit sehr viel Spaß, nur ist die Definition eines Hobbys für mich eine andere. Mit einem Hobby verbinde ich keine kommerziellen Interessen. Für meine Arbeitsleistung möchte ich aber entsprechend entlohnt werden.

 
Welche Unternehmensphilosophie verfolgen Sie mit der Marke „Original Kärntner Landgenuss“?

Ott:
In unserem Betrieb verfolgen wir das Ziel alles selbst herzustellen. Dies führt zu einer Transparenz für unsere Kunden und Gäste, denn die Leute sehen wo die Produkte herkommen, die sie konsumieren. Bei der Tierhaltung ist es uns ein Anliegen, dass die Tiere im Freien sind und sich dort auch bewegen können. Auch die Qualität der Weiden spielt dabei eine Rolle. Es geht uns bei unserer Marke aber nicht nur darum, altbewährtes zu produzieren, sondern neue Delikatessen zu entwickeln. Im Fleischbereich experimentieren wir beispielsweise mit Gewürzen. Betonen möchte ich aber in diesem Zusammenhang, dass ich nicht das Rad neu erfunden habe. Ich mache nichts mit dem Ziel besser zu sein als andere. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich meine Arbeit gut mache. In mir steckt ein Erfinder der gerne neue Dinge ausprobiert und dabei hinterfragt, ob die Umsetzung nicht auch auf eine andere Weise möglich wäre.

 



Wie heben Sie sich im touristischen Bereich von Ihrer Konkurrenz ab?

Ott:
Begonnen habe ich mit null Ahnung. Zum Glück hatte ich eine sehr freundliche Nachbarin, die mir bei vielen Fragen helfend zur Seite stand. Wir bieten durch die Organisation unseres Betriebes den Gästen die Kombination von Landwirtschaft, Natur und Wohnen. Die Ferienidyllen sind in die Landwirtschaft eingebettet. Dabei kommt es uns vor allem darauf an, dass das Wohnen luxuriös ist, aber dennoch der Bezug zur Natur gegeben ist. Es ist uns auch ein Anliegen, dass die Gäste das familiäre Gefühl des Betriebes spüren. Mir persönlich gefällt die Tendenz zur Uniformität in den Hotels nicht. Natürlich ist das Geschmacksache, aber wir wollten mit unserer Idee bewusst anders sein als andere.


 
Wie wichtig ist es für Sie, eine fundierte Ausbildung genossen zu haben, um beruflich erfolgreich zu sein?

Ott:
Mir ist aufgefallen, dass die Einstellung der Jugend zur Ausbildung nicht so gut ist. Im Vergleich mit Deutschland kann ich zu den österreichischen Schulen qualitativ keinen Unterschied feststellen. Da ich ja lange Zeit in der Stadt gelebt habe, ist es mir doch aufgefallen, dass in Bezug auf das Thema Bildung, ein Unterschied zwischen Stadt und Land feststellbar ist. Womit ich Probleme habe, ist das was an Qualifikationen von der heutigen Generation erwartet wird. Dabei sind jene bevorzugt, deren Eltern sich das finanziell leisten können. Ich empfinde es auch als essentiell den Kindern Bodenständigkeit zu vermitteln. Das bedeutet, sie sollen nicht abheben und den Bezug zum realen Leben verlieren. Die gesunde Mischung macht es aus. Ein positives Beispiel dafür ist die Lehre mit Matura. Ein wichtiger Faktor für die Persönlichkeitsbildung ist für mich ein Auslandsaufenthalt. Dadurch lernen junge Menschen einen anderen Kulturkreis kennen und wie man sich dort zurechtfindet. Somit erweitert es ihren Horizont und macht sie dafür empfänglicher, Neues auszuprobieren.


 
Wie wurde das Thema Bildung in Ihrem Elternhaus gehandhabt?

Ott:
Mein Vater war selbstständig. Er kümmerte sich nicht wirklich um meine schulische Bildung. Wenn ich den Umgang meiner Eltern mit dem Thema Bildung mit dem heutigen Bewusstsein dafür vergleiche, so war ihr Bemühen dilettantisch. Das lag aber nicht nur an meinen Eltern, sondern vor allem auch am damaligen Zeitgeist. Man machte sich nicht so viele Sorgen über die Zukunft der Jugend. Meine Mutter war in Bezug auf meine Berufspläne neutral eingestellt. Sie verfolgte das Prinzip, mach was dir passt. Mein Vater wollte, dass ich in die Firma einsteige.


 
Wie ist für Sie das Arbeiten in einem Familienbetrieb?

Ott:
Das war und ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Allein das Landleben beinhaltet ganz neue Qualitäten. In der Gegend in der wir jetzt wohnen, kennt jeder jeden. In der Zusammenarbeit ist es generell wichtig, sich Personen zu suchen, mit denen man zurechtkommt. Neider gibt es immer wieder. Es kommt aber auch auf einen selber an, ob die Zusammenarbeit funktioniert oder nicht. Das Arbeiten hat für mich eine besondere Qualität. Es ist schön bei der Arbeitsbesprechung gemeinsam auf der eigenen Terrasse zusammen zu sitzen. Auf der Ebene der Beziehung kommt man sich bei dieser Art der Unternehmensführung viel näher, als in einem Großkonzern. Man spricht über sein Alltagsbefinden genauso wie über die Arbeitsgestaltung. Für mich ist dieses Arbeiten viel angenehmer als im industriellen Bereich. Natürlich ist die Arbeit mit der Familie anspruchsvoll. Wenn es sowie in meinem Fall gut läuft, ist es aber wunderschön.


 
Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Ott:
Ich würde mich als nicht grob bezeichnen. Jedoch kann ich auch anders. Wenn ich merke, dass meinen Anweisungen nicht oder nicht entsprechend Folge geleistet wird, kann ich sehr wohl auch meinen Ton ändern. Ich möchte mich nicht als Opfer bezeichnen, aber ich habe schon sehr viele Erfahrungen damit gemacht, dass ich ausgenutzt wurde. Generell bin ich aber ein Chef, der seinen Leuten Freiraum gibt. Ich mag keine zu langen Diskussionen und zu nichts führendes Palaver. Es ist schön für mich, wenn man das Potenzial der Leute nutzen kann. In der Erziehung meiner Kinder finde ich die Elternnummer genauso albern wie bei der Arbeit den Chef heraushängen lassen zu müssen. Ziele gemeinsam besprechen, für Änderungen bereit sein und damit auch Flexibilität beweisen, ist für meine Art der Arbeitsgestaltung, unerlässlich.


 
Sie sprechen auf Ihrer Homepage vom gelebten Zusammensein aus Mensch, Tier und Kultur. Worin liegt hierbei die Herausforderung?

Ott:
Kultur sollte für mich das Potenzial zur Weiterentwicklung beinhalten. Ich gehe nämlich davon aus, dass ich nicht etwas übernehmen kann, was ich als schlecht empfinde. Meiner Persönlichkeit widerspricht es auf dem Status Quo zu beharren und nicht weiterzudenken, welche Möglichkeiten es noch gibt. Tiere sind etwas ganz tolles. Wir haben auf unserem Anwesen Kühe, Lamas, Schafe, Hasen und zwei Pferde, die auf Weiden untergebracht sind. Bei der Diskussion um die Haltungsform ist mir aufgefallen, dass viele Landwirte zu wenig darüber nachdenken, was sinnvoll und damit auch ökonomischer wäre. Abgesehen vom wirtschaftlichen Vorteil, tun mir die Tiere im Stall leid. Natürlich bedeutet diese Form der Haltung, dass ich nicht so viele Tiere halten kann, weshalb mir auch viele meiner Kollegen davon abgeraten haben. Diese präferieren die Mastzucht, in der es darum geht, die Tiere in möglichst kurzer Zeit zu mästen. Ob es aber dauerhaft gut ist, schnell zu mästen, ist hierbei die Frage. Vor allem geht diese Form auf Kosten der Tiere.


 
Wie sind die Reaktionen ihres Umfelds auf Ihre Art der Gestaltung eines landwirtschaftlichen Betriebs?

Ott:
Viele werfen mir vor, dass ich es leicht hätte, Neues auszuprobieren, weil ich mir um das Geld keine Sorgen machen brauche. Natürlich spielt Geld eine entscheidende Rolle. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist, zumindest an einer kleinen Stelle etwas Neues auszuprobieren. Zum Beispiel hat ein ordentlicher Hof nichts mit einer riesigen Investition zu tun. Ich sehe mich nicht als Missionar der andere zu etwas zwingen möchte, dass sie nicht wollen. Außerdem bin ich nicht der Einzige der innovativ denkt. Es gibt viele andere Beispiele dafür, dass man neue Konzepte erfolgreich umsetzen kann. Es genügt oft einfach Überlegungen anzustellen, denn denken setzt kein großes Kapital voraus.


 
Wie stehen Sie zum modernen Tourismus?

Ott:
Ich bin kein Mensch der anderen vorschreibt was sie tun sollen. Jeder sollte die Freiheit haben selbst darüber zu entscheiden was er braucht und ob er es sich leisten will und kann. Hotelketten bieten keine Überraschungen. Sie gewährleisten den Gästen überall auf der Welt den gleichen Service zu erhalten. Außerdem kann man als Besucher den Kontakt mit den Einheimischen vermeiden. Modern ist für mich zudem ein Wort mit dem ich gar nichts anfangen kann. Was bedeutet modern? Für mich geht es nicht darum modern zu sein, sondern zu fragen was eigentlich das wertvollste für den Gast ist. Modern impliziert für mich die Adjektive stereotyp und uniform, also nichts was ich mit unserem Unternehmen anstreben würde.


 
Würden Sie alles wieder so machen, wie Sie es gemacht haben?

Ott:
Auf jeden Fall würde ich wieder weg gehen aus Deutschland. Die Qualität an Bekanntschaften die wir hier gemacht haben ist auch eine bessere. In der Umsetzung des Unternehmens würde ich jetzt einiges gezielter machen. Außerdem wäre jetzt auch Amerika eine Option, die wir uns damals noch nicht zugetraut haben. Amerika bietet eine ähnliche Landschaftsarchitektur wie Österreich, nur ist sie noch naturbelassener. Kärnten gefällt mir gut. „Mal sehen ob du es schaffst“, ist der Gedanke den viele in meinem Umfeld getätigt haben. Schon allein deshalb fand ich die Ausgangssituation hier sehr spannend. Eine große Herausforderung war es auch in einen Ort zu investieren, der nicht touristisch überrannt wird.


 
Welche Leistungen stellen Sie dem Gast in ihrem Betrieb zur Verfügung?

Ott:
Die Qualität unseres Unternehmens wollen wir nicht an der üblichen Sternekategorisierung messen. Uns geht es vielmehr darum, dass unser Unternehmen durch seine Persönlichkeit dem Gast zusagt. Die Gäste sollen sich wohl fühlen und dementsprechend ist uns ein faires Preis-Leistungsverhältnis wichtig. Uniformität ist etwas dem ich nichts abgewinnen kann. Ich finde es besser, das Unternehmen entsprechend den Möglichkeiten, die die Umgebung bietet anzupassen und nicht umgekehrt. Die Gäste können jene Leistungen in Anspruch nehmen, die unser Hof bietet. Es gibt Pferde, also können die Gäste reiten oder Kutschen fahren, die Tiere füttern, fischen in den eigenen Teichen usw. Sie können das was da ist nutzen. Es gibt auch die Möglichkeit bei den Produktionsverfahren wie beispielsweise der Käseherstellung zuzusehen. Auch das Thema Gesundheit wie beispielsweise Ernährungsberatung gehört zu unserem Angebot. Kosmetika die wir an unserem Hof selbst produzieren, werden auch angeboten. Das Einzige was sicher nicht zur Verfügung steht, ist etwas, dass wir künstlich herholen müssten.


 
Welchen Beruf wollten Sie immer schon mal ausprobieren?

Ott:
Opernsänger wäre mein Traumberuf gewesen. Aus irgendwelchen Gründen habe ich es nie angefangen.

 
Wie stehen Sie zum Begriff Heimat?
Ott: Dieser Begriff ist für mich negativ konnotiert, denn er wurde in der Vergangenheit oft missbräuchlich verwendet, mit Auswirkungen, unter denen die ganze Welt zu leiden hatte. Das Loblied auf die Heimat ist für mich überzeichnet, pathetisch und brutal ausgedrückt, veranlasst es dazu, das Gehirn auszuschalten. Die Vergangenheit hat bewiesen, wie gefährlich Wörter durch missbräuchliche Interpretationen werden können. Nur weil ich irgendwo geboren bin, muss das nicht meine Heimat sein.


 
Was würden Sie gerne noch in Ihrem Leben erreichen?

Ott:
Das was momentan an Umsetzung geplant ist, reicht mir völlig. Freuen würde es mich auf jeden Fall, wenn die Idee des Betriebes laufen würde. Größer plane ich auf keinen Fall, so wie es jetzt ist, ist es sehr angenehm. Ein persönliches Anliegen, wäre es, etwas ohne finanziellen Hintergrund zu machen. Zum Beispiel liegen mir Kinder sehr am Herzen. So ein Projekt, würde ich aber bevorzugt, mit anderen Interessierten in Angriff nehmen.


Nach oben Link zu diesem Artikel Geschrieben von: Christina Krug Fotografiert von: KK = Klaus Kropf Dienstag, 15. Mai 2012 Copyright, Vervielfältigung und Veröffentlichung nur mit Zustimmung!

 
 
 
 
 
 
INTERVIEW: Daniela Stein

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INTERVIEW: Daniela Stein


Mag. Daniela Stein

BfC Vorstandsvorsitzende
Radetzkystraße 2
A-9020 Klagenfurt am Wörthersee
Women for a sustainable future - think before print - save paper
 


Welches Geschäft betrieben Sie? In welcher Position sind Sie dort tätig? Sind Sie Eigentümer, Geschäftsleiter, etc.?
Ich bezeichne mich selbst als social entrepreneur, denn ich habe vor mehr als 10 Jahren das Business Frauen Center gegründet. Derzeit bin ich Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin im BfC.

Ist das Sternzeichen hilfreich für Sie, um das Verhalten der Menschen zu verstehen?
Ich bin als Sternzeichen Krebs und diesem wird großes Harmoniebedürfnis und soziales Verständnis zugeschrieben, wie ich mich auch selbst beschreiben würde. Dadurch habe ich mich immer sehr gut in Menschen hineinversetzen können. Aber auch mein Aszendent Jungfrau macht sich immer öfter bemerkbar: hoher Gerechtigkeitssinn – Perfektionswahn und Ordnungsinn.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben?
Geh wohin Dein Herz Dich trägt.

Gibt es etwas, das Sie noch nicht gemacht haben, aber definitiv in Ihrem Leben irgendwann einmal machen wollen?
Ich war noch nie in Sudafrika. Dort will ich unbedingt für ein paar Monate hin.

Was ist die beste Nachricht, die Sie in Ihrem Leben gelesen haben?
Die Ergebnisse der Fruchtwasseruntersuchung für meinen dritten Sohn.

Wohin auf der Welt würden Sie ziehen, ohne einen Augenblick zu zweifeln?
Da ich alle meine vier Kinder im Umfeld haben möchte und mein Mann unbedingt mitkommen muss, ist es nicht einfach diese Frage zu beantworten

Was ist Ihr Lieblingshaustier?
Hund

Was werden Sie wohl als Rentner machen?
Ich werde nie Rentnerin im herkömmlichen Sinne sein, dafür arbeite ich zu gerne.

Wer würden Sie gerne sein, wenn Sie noch einmal auf die Welt kommen würden?
Niemand. Ich fühle mich sehr wohl in meinem Leben.

Wie erschaffen Sie neue Ideen für Ihr Geschäft? Machen Sie manchmal mit jemandem Brainstorming?
Ich habe ein gutes Gespür für Entwicklungen und Trends. Meine besten Sparringpartnerinnen sind der BfC Vorstand

Ist Markenware wichtig für Sie, wenn Sie einkaufen gehen?
Es ist doch alles eine Marke. Doch ich habe schon spezielle Marken bei der Kleidung, die ich bevorzuge.

Finden Sie, dass die Katastrophenmeldungen zum Thema Klimawandel völlig überzogen sind?
Das Thema Klimawandel ist ein wichtiges Thema und sollte endlich von den Politikern ernst genommen werden

Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind:
Nachhaltigkeit, soziale Innovationen und Gerechtigkeit

Wie beschreiben Sie sich selber?
Warmherzig, neugierig und ergebnisorientiert.

Angenommen, Sie träfen Gott, was würden Sie ihn Fragen?
Warum lässt Du Kinder sterben.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich verkaufte Regenwürmer vor unserem Haus in Graz

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude?
Ich schätze in meiner Arbeit den Gestaltungsfreiraum für sinnvolle innovative Entwicklungen im Bereich Chancengleichheit und die Zusammenarbeit mit  engagierten Menschen.

14.06.11

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Im Gespräch mit Albert Gunzer

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Im Gespräch mit Albert Gunzer

„Jammere nicht, pack an“ ist ein Ratschlag, den Vizebürgermeister Albert Gunzer in seinem Leben zu hundert Prozent umsetzt. Mit seiner positiven Lebenseinstellung und seinem Drang niemals still zu stehen hat er es geschafft, nicht nur als Unternehmer erfolgreich zu sein, sondern auch als Politiker, der sich ein Herz und ein offenes Ohr für seine Mitmenschen bewahrt hat.
 


Albert Gunzer ist seit 1984 Besitzer eines Farbengroßhandel-Betriebes,
der über 10 Mitarbeiter verfügt. Heute führt diesen Betrieb sein Sohn erfolgreich weiter. Zu seinen politischen Funktionen zählte von 2004 bis 2006 die Ernennung als Abgeordneter zum Kärntner Landtag (Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen, Infrastruktur, Wohnbau und Verkehr). Von 2006 bis 2009 war Albert Gunzer Stadtrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Seit 8. April 2009 ist er Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, Referent für Finanzen, Wirtschaft, Märkte, Kultur und Liegenschaftsverwaltung.
 



Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit einer guten Tasse Kaffee.

Das schönste an meinem Beruf ist es ständig mit Menschen zu tun zu haben.

Ich freue mich über positive Erlebnisse.

Lebensmotto: positive Einstellung und Zufriedenheit.


Wie würden Sie Ihre Kindheit beschreiben?
Gunzer: Aufgewachsen bin ich am Land inmitten von Natur und Idylle. Meine Eltern waren in ihrer Erziehung streng, aber auch immer gerecht und vor allem liebenswert. Sie haben mir die Grundwerte des Lebens mitgegeben. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie mit insgesamt sechs Kindern. Ein Studium war aufgrund unserer finanziellen Lage keine Option. Oberste Priorität hatte zu dieser Zeit der Wunsch sich selbst versorgen zu können. Ich machte eine Lehre zum Einzel- und Großhandelskaufmann und nutzte jede Möglichkeit mich während dieser Tätigkeit weiterzubilden. Der Handel ist mein Steckenpferd. Während dieser Zeit entdeckte ich auch meine Liebe zu den Farben. Ich zog dann nach Villach und war dort zwei Jahre lang im Außendienst tätig. Mit 23 Jahren war ich bereits selbstständiger Unternehmer, wobei ich damals noch nicht wusste, was dabei auf einen zukommt. Ich durchlebte zehn beinharte Jahre mit Höhen und Tiefen. Schlussendlich zahlte sich dieser Einsatz aus. Es gelang mir, mein Unternehmen auch für internationale Konzerne interessant zu machen. Heute hat der Betrieb Farben Gunzer 6 Generalvertretungen und es zählen mehr als 2000 Firmen zum Kundenkreis.


Wofür steht der Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender kurz RfW?
Gunzer: Ich bin ein kritischer Geist, der sich gerne gegen Gesetzgebungen auflehnt, die die Unternehmerschaft in der Ausübung ihrer Tätigkeit hemmen. Ich lernte Herwig Druml kennen, durch den ich dann zum RfW gekommen bin. Der RfW ist und war eine wertvolle Stütze in meinem eigenen Leben. Besonders als Jungunternehmer ist es wichtig, ein Netzwerk aufzubauen. Der RfW bietet die Möglichkeit sich unter Gleichgesinnten auszutauschen und Erfahrungen zu sammeln, wobei die Besonderheit darin liegt, dass es ein offenherziges und kameradschaftliches Miteinander ist, ohne ein beinhartes Management dahinter. Es besteht ein Geben und Nehmen, von dem jeder Einzelne profitieren kann.


Sie sind ein erfolgreicher Unternehmer, wie kam der Wunsch nach einer politischen Karriere?
Gunzer: Wie bereits gesagt liegen mir die Unternehmer am Herzen. In einer Begegnung mit Jörg Haider habe ich die Problematik der klein- und mittelständischen Betriebe geschildert und ihn zu seiner Meinung befragt. Er hat zugehört und trocken geantwortet: „Jammere nicht, pack an und setzt dich politisch ein, dann kannst du etwas verändern.“ Diesem Ratschlag bin ich gefolgt und konnte dank meiner politischen Ämter einige Gesetzesinitiativen wie beispielsweise das Wohnbauförderungsgesetz neu, mit auf den Weg bringen. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Lebensqualität und den Wohlstand in unserer Stadt und unserem Land Kärnten nur dann gewährleisten können, wenn die Wirtschaft floriert.


Seit wann sind Sie städtepolitisch aktiv?
Gunzer: Seit 2006 bin ich in der Stadtregierung tätig. Die Funktion als Vizebürgermeister mit den Referaten Finanzen, Kultur, Wirtschaft, Märkte und Liegenschaften gibt mir die Möglichkeit die Landeshauptstadt positiv mitzugestalten. Die Stadt soll für jedermann lebenswert gemacht werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss Bildung ermöglicht werden, Arbeitsplätze vorhanden sein und auch Sport und Kulturangebote dürfen nicht fehlen. All diese Faktoren zur Steigerung der Lebensqualität bedürfen finanzieller Unterstützung. Deshalb darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen werden, die finanziellen Mittel und Ressourcen, mit Weitblick einzusetzen. Damit man eine wertvolle Stadt schaffen kann, sollte jeder seinen Anteil dazu beitragen. Dazu zählt es auch, die persönlichen Ressourcen, Energien und Fähigkeiten für die Allgemeinheit einzusetzen.


Wenn man sich die unterschiedlichen Ämter, die Sie ausführen ansieht, sieht man, dass Sie verschiedene Interessen berücksichtigen müssen. Wie schwierig ist es dabei, eine Balance zu finden?
Gunzer: Reflexion ist für mich eine essenzielle Methode. Ich nehme mir immer wieder bewusst eine Auszeit, um mich zurückzuziehen und darüber nachzudenken, ob ich noch am richtigen Weg bin. Dieser Prozess erfordert eine weitere Eigenschaft nämlich Geduld. Kommunikativ zu sein und das Gespräch zu suchen ist eine weitere wichtige Voraussetzung. Dabei ist es entscheidend offen und frei an Themen heranzugehen. Eine vorgefertigte Meinung hindert einen daran, sich auf sein Gegenüber einlassen zu können. Was mir bei meiner wirtschaftlichen Arbeit geholfen hat und immer noch hilft ist es, Konkurrenz nie als Konkurrenz zu sehen, sondern vielmehr als Mitbewerber. Dieses Verständnis ist auch bei meinen politischen Tätigkeiten von Nutzen. Es gibt keine politischen Gegner nur Mitbewerber, mit denen ich auch gerne das Gespräch suche. Dabei ist es mir ein Anliegen, dass andere Meinungen respektiert und akzeptiert werden, denn dasselbe erwarte ich auch für mich. Diskussionen müssen immer auf Augenhöhe geführt werden, sie können durchaus härter ausfallen, dürfen aber nie unter die Gürtellinie gehen. Der Respekt dem anderen gegenüber hat dabei oberste Priorität. Man darf die Gesprächsbasis nie verlieren.


Unternehmer, Politiker, Vater… wie bekommt man das alles unter einen Hut?
Gunzer: Zeitmanagement ist die eine Sache, in meinem Fall kommt mir aber eher meine positive Lebenseinstellung zugute. Ich ärgere mich grundsätzlich nur kurz und besinne mich dann wieder auf die positiven Erlebnisse, die eigentlich überwiegen. Die wichtigste Voraussetzung, um mir mein positives Lebensgefühl zu bewahren, ist es einen Menschenkreis um mich herum zu haben, der mir auch in schlechteren Zeiten zur Seite steht.


Welche Unterschiede zeigen sich zwischen der beruflichen Tätigkeit als Unternehmer und jener als Politiker?
Gunzer: Es gibt einen gewaltigen Unterschied. Als Unternehmer gibt man eine Strategie vor, die umgesetzt werden muss. Im politischen Bereich jedoch muss man, um eine Vision zielführend umzusetzen, den Sachverhalt mit seinen politischen Kollegen und Mitbewerbern diskutieren und dementsprechende Überzeugungsarbeit leisten. Es gibt auch keine Alleingänge, denn als Parteimitglied hat man die Pflicht, seine Kollegen zu informieren. Dieser Informationsaustausch beinhaltet noch eine weitere Funktion, denn nur durch Aufklärung bekommt man auch die Zustimmung für ein geplantes Ziel. Für mich ist es auch entscheidend, mein Team als Erstes über Neuigkeiten in Kenntnis zu setzen. Erst dann gelangen diese an die Medien.


In Ihrem beruflichen Umfeld werden Sie vor allem für Ihr wirtschaftliches Verständnis gelobt. Woher glauben Sie, rührt es?
Gunzer: Ich denke, dass es mir von meinem Zuhause mitgegeben wurde. Wir mussten jeden Schilling zweimal umdrehen und wurden was materielle Güter anbelangt, nicht verwöhnt. Diese Gegebenheit gepaart mit dem Umstand, dass ich eines von sechs Kindern bin, führte dazu, dass ich Eigenschaften wie Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen entwickelte, die für meine wirtschaftliche sowie für meine politische Karriere hilfreich waren.


Wie stehen Sie zur Kärntner Medienlandschaft?
Gunzer: Für mich muss die Berichterstattung korrekt sein. Leider ist es in Kärnten so, dass es manchen Journalisten an der notwendigen Objektivität mangelt. Dies sollte eigentlich die oberste Prämisse des journalistischen Berufes sein. Um inkorrekter Berichterstattung entgegen zu wirken, ist es deshalb für mich wichtig, im ständigen persönlichen Austausch mit den Menschen zu bleiben und persönliche Aufklärungsarbeit zu leisten.


Wie schwierig ist es, ständig dem öffentlichen Interesse ausgesetzt zu sein?
Gunzer: Mittlerweile kann ich mit diesem Umstand sehr gut umgehen. Es bringt auch nichts, sich über so manche unseriöse Presse zu ärgern. Man muss einfach damit leben. Ich habe aber einen Wunsch an die Medien, sie sollten sich darüber klar werden, dass Politiker, die sie medial an den Pranger stellen, auch nur Menschen sind.


Sie wurden im Juli zum Aufsichtsrat-Vorsitzenden der Kärntner Messen bestellt. Welche Herausforderungen beinhaltet diese Position?
Gunzer: Es ist eine große Herausforderung, der ich schon mit Freude entgegenblicke. Die Kärntner Messen sind die Wirtschaftsplattform schlechthin. Wir haben exzellente Betriebe in Kärnten, die aufgrund der guten Ausbildungsmöglichkeiten kompetente Mitarbeiter vorweisen können. Um genau diese Stärken unseres Landes transportieren zu können, ist die Messe die beste Kommunikationsplattform. Meinen Job verstehe ich dahin gehend, dieses Potenzial über die Grenzen hinaus bekannt zu machen, und zwar vor allem im Raum Friaul-Julisch Venetien, Slovenien, Kroatien und in Südosteuropa. Ich konnte bereits Kontakte mit dem Gouverneur von Sofia knüpfen und er hat sich dazu bereit erklärt, die Herbstmesse zu besuchen. Genau diese Länder  und Regionen haben Aufholbedarf im Bereich Infrastruktur, Sozialem usw. Kärnten besitzt Firmen, die das notwendige Know-how haben, um diese Mängel zu beseitigen. Um eine Zusammenarbeit zu ermöglichen, muss aber die politische Chemie stimmen und genau hier kommt auch die Messe zum Einsatz. Wir müssen den Vorteil unserer geografischen Lage viel mehr nutzen. Die Alpen-Adria Region beinhaltet die verschiedensten Kulturen. Wenn wir Produkte aus dieser Region beziehen, müssen wir nicht mehr Produkte kaufen, die bereits 1000 km lang unterwegs waren.


Teamarbeit ist in ihrem Berufsfeld genauso ein Thema wie delegieren. Wie funktioniert Ihrer Meinung nach eine gelungene Zusammenarbeit?
Gunzer: Wichtig in der Teamarbeit ist es ein Thema vorzugeben, dass das Team auch dementsprechend mitträgt. Das bedeutet, die Mitglieder sollen sich mit den Inhalten identifizieren, nur dann können sie sich auch konstruktiv damit auseinandersetzen. Ich lege von Anfang an meine Erwartungen offen, um meinem Team eine Orientierung zu ermöglichen. Unabdingbar im beruflichen Miteinander sind auch die Eigenschaften Disziplin und Zuverlässigkeit, die ich von jedem meiner Mitarbeiter verlange. Meinen Führungsstil würde ich als hart, aber herzlich bezeichnen. Ich würde mich selbst als einen umgänglichen Menschen beschreiben, der nur das von anderen verlangt, was er auch selbst beherzigt. In einem Punkt bin ich hart. Ich akzeptiere keine Ausreden. Fehler können passieren, man muss aber in der Lage sein, dazu zu stehen.


Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Gunzer: Die Natur gibt mir Kraft. Ich gehe gerne wandern und genieße dabei alles, was mir die Natur zu bieten hat. Eine weitere Energiequelle bilden meine Familie und meine Freunde. Wenn es die Zeit zulässt, betätige ich mich auch gerne sportlich. Vor allem schwimmen, joggen und Ski fahren zählen zu meinen Lieblingsaktivitäten.

Sie haben 3 Söhne auf die Sie sehr stolz sind. Was war Ihnen bei der Erziehung besonders wichtig?
Gunzer: Mir war es besonders wichtig ihnen die Werte Ehrlichkeit, Korrektheit und Sparsamkeit, die für mich einen guten Charakter ausmachen, mitzugeben. Sparen ist keine Schande, denn es ist viel klüger offen zuzugeben, dass man sich gewisse Dinge nicht leisten kann, als sich in Schulden zu stürzen. Ich bin in der glücklichen Position drei Kinder zu haben, die ihr Leben selbstständig führen und mir nur Freude machen. Das gibt mir den notwendigen Rückhalt und die Möglichkeit, im Kopf und im Herzen frei zu sein, um meinen Aktivitäten nachgehen zu können.

Würden Sie alles in Ihrem Leben wieder genau so machen?
Gunzer: Mein Leben war so abwechslungsreich, dass ich nichts davon missen möchte. Ich habe einen Beruf, der es mir ermöglicht, Visionen zu leben. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich einmal Unternehmer werde, oder in die Politik komme. Es hat sich alles ergeben und war jedes Mal mit einer Änderung verbunden, die mich immer auch vor eine geistige Herausforderung stellte. Alle meine Ämter beinhalten unterschiedliche Herausforderungen. Besonders der Kulturbereich zeichnet sich durch seinen Abwechslungsreichtum aus. Man ist mit Charakteren wie Literaten, Musikern, Malern usw. konfrontiert, die einen dementsprechend auch auf unterschiedliche Weise herausfordern. Kurz gesagt, die Arbeit im kulturellen Bereich ist eine Bereicherung für die Persönlichkeit, die einen zufriedener und offener macht. Es ist für mich entscheidend, nicht zum Stillstand zu kommen, denn das würde mich krankmachen. Für mich gehört es dazu, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Ich kann einen Regentag genauso genießen, wie einen Sonnentag.


Welche Ziele haben Sie noch?
Gunzer: Einen Lebenstraum habe ich mir bereits verwirklicht. Ich habe einen weiteren Betrieb in Hörtendorf gegründet, das Veranstaltungszentrum Castellino. Es ist ein Zentrum der Kommunikation. www.vaz-castellino.at


Wenn Sie sich an Ihre Kindheit erinnern, was fällt Ihnen für ein Erlebnis ein?
Gunzer: Im Alter von zehn Jahren hatte ich ein einschneidendes Erlebnis. Ich hatte einen Unfall mit einer Seilwinde und verlor dabei einen Finger. Dieses Ereignis hat mich geprägt und härter gemacht. Ich wurde zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontiert, dass man mit gewissen Problemen alleine ist. Man muss selbst lernen einen Weg zu finden, um damit fertig zu werden. Dieser Unfall ist mir letztendlich zugute gekommen, weil ich lernte, Gegebenheiten zu akzeptieren. Ich stellte mir oft die Frage, warum ist mir das passiert. Natürlich bekam ich keine Antwort, aber ich lernte daraus, dass man gewisse Dinge nicht ändern kann und mit ihnen leben muss.


Was macht Ihnen Angst?
Gunzer: Die derzeitige soziale und finanzielle Entwicklung in Österreich macht mir Angst. Der Leistungsdruck, der durch Arbeit, Haushalt und Familie auf jedem Einzelnen lastet, ist zu hoch. Er begünstigt psychische Erkrankungen wie Burn-out oder führt zu vermehrtem Alkohol- oder Drogenkonsum. An diesem Punkt ist unsere Bundesregierung gefordert. Es müssen die Rahmenbedingungen geändert werden, denn sie sind nicht mehr zeitgemäß. Leistung muss sich endlich wieder lohnen.


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Im Gespräch mit Julia Schaar

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Im Gespräch mit Julia Schaar

„Ich war 12 Jahre alt, stand mit Tausenden anderen Leuten am Villacher Hauptplatz und war so wie alle anderen komplett in den Bann eines Mannes gezogen, der dort eine politische Brandrede der Sonderklasse hielt.“ Mit diesen Worten schildert....
 
...Mag. Julia Schaar ihre erste Begegnung mit der Politik. Ihre ambitionierte Einstellung ist es, die sie trotz ihrer Jugend bereits in das Amt der Landesparteidirektorin brachte.

Mag. Julia Schaar
wurde am 13. Jänner 1982 in Villach geboren. Sie besuchte in St. Martin das Gymnasium mit dem Schwerpunkt Sprachen. Nach der Matura studierte sie Publizistik in Klagenfurt. Zusätzlich absolvierte sie auch noch einen Universitätslehrgang für Sportmanagement. Seit 2003 ist sie bei der Jungen ÖVP Kärnten, zuerst im Präsidium und später von 2007- 2009 als Landesobfrau. Seit 2009 ist sie Landesparteidirektorin.


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Wer ich bin….
Ein guter Morgen beginnt für mich mit ausschlafen und viel Kaffee

Am besten entspannen kann ich mich egal wo, Hauptsache es hat mit Wasser zu tun.

Das schönste an meinem Beruf ist viel mit Menschen zu tun zu haben

Lebensmotto: Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluss, glücklich zu sein.


Wie sind Sie zur Politik gekommen?
Schaar: Im Alter von 12 Jahren ging ich nach der Schule zum Busbahnhof.  Mitten am Hauptplatz bejubelte eine gigantische Menschenmenge einen Politiker, der gerade eine Wahlrede hielt und die Leute mit seinen Worten regelrecht in seinen Bann zog. Ich war total fasziniert und da ich daheim angekommen noch immer nicht mit dem Schwärmen aufhörte, erkundigte sich meine Mutter nach dieser Person und es stellte sich heraus, dass es eine Abschlusskundgebung von Jörg Haider gewesen war. Mich begeisterte nicht so sehr der Inhalt seiner Rede sondern seine Art und Weise sich auszudrücken. In dem Moment wurde mir klar, dass ich genau das lernen wollte: Menschen dermaßen begeistern und motivieren zu können wie er.

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Warum haben Sie die ÖVP als politische Richtung gewählt?
Schaar: Dieser Kindheitstraum Politikerin zu werden ist dann aber irgendwie wieder eingeschlafen und in Vergessenheit geraten. In meiner Schulzeit war ich zwar in der Schülervertretung aktiv, aber eines Tages in die Politik zu gehen, war damals keine Option. Während der Studienzeit absolvierte ich ein Ferialpraktikum beim Wirtschaftsbund. Diese drei Monate machten mir so viel Spaß, dass ich weiter dabei bleiben wollte. So kam ich zur Jungen ÖVP. Das Faszinierende an meiner dortigen Tätigkeit war, dass mir vor Augen geführt wurde, was man als junger Mensch alles bewegen kann.

Ein Motto, dass Sie auf ihrer Homepage gepostet haben ist „es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen“. Woher kommt ihre ambitionierte Haltung?
Schaar:  Die Kärntner werden von Außenstehenden oft als Jammerer und Nörgler abgetan. Ich habe durchaus Verständnis für die Kärntner Mentalität, da einiges in unserem Land schief läuft. Es ist mir aber ein Anliegen, die Leute dazu zu motivieren, Dinge selbstständig anzupacken, denn jeder kann seine Zukunft selbst gestalten. Wenn mir etwas am Herzen liegt, dann versuche ich es sofort anzugehen, denn morgen kann es schon zu spät sein. In diesem Sinne spreche ich vor allem auch die jungen Kärntner an, denn besonders die Jungen haben die Möglichkeit etwas zu bewegen, sich auch mal kritisch zu Wort zu melden und so ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. 

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Welcher Aufgabenbereich kommt Ihnen als Landesparteidirektorin zu?
Schaar: Ich bin für den organisatorischen Bereich zuständig, das bedeutet unter anderem, die operative Umsetzung. Zu meinem Aufgabenbereich zählen Marketing, Organisation, PR und die Personalkoordination der Bezirke.

Sie sind ehrenamtlich im Pfarrgemeindeamt der evangelischen Kirche tätig. Wie wichtig ist Ihnen gemeinnützige Arbeit?
Schaar: Ich selbst bin ein sehr religiöser Mensch. Dazu zählt für mich vor allem auch, die christlichen Werte zu leben. Ein Sprichwort besagt „Ein Mensch ohne Werte ist ein wertloser Mensch.“ Und dem kann ich nur voll zustimmen. Wenn ich mich einer Sache widme, dann mache ich das mit Leib und Seele. Da ich aber aus beruflichen Gründen nur wenig freie Zeit zur Verfügung habe und ich für Halbherzigkeiten nicht zu haben bin, entschloss ich mich dazu, nur noch innerhalb der Kirche tätig zu sein und meine anderen gemeinnützigen Tätigkeiten abzugeben.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Schaar: Eine meiner Leidenschaften ist das Acrylmalen. Unlängst hatte ich auch schon meine erste Vernissage. Beim Malen kann ich abschalten und meine Gedanken fließen lassen. Einen Ausgleich bietet für mich auch das Reisen in fremde Länder. Derzeit trainiere ich fleißig für einen Halbmarathon. Lesen ist mir auch sehr wichtig. Ein Spleen von mir ist, wenn mir ein Autor gefällt, dass ich all seine Werke lese. Ich lese auch gerne Asterix-Comics was für einige vielleicht kindisch erscheinen mag.

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Was wünschen Sie sich für und von den Kärntnern?
Schaar: Kärnten ist ein Land das liebenswert ist. Wir sind ein Volk, das in ganz Österreich geschätzt wird. Mich persönlich macht es traurig, dass 20% der Jugend nach abgeschlossener Ausbildung, in andere Bundesländer auswandert. Mir wäre es wichtig der Jugend zu zeigen, dass Kärnten ein attraktives Land ist, mit guten Ausbildungs- und Berufschancen. Was mir an Kärnten besonders gefällt ist die Kärntner Kultur und Traditionsgebundenheit. Ich finde das ist etwas, worauf jeder Kärntner stolz sein kann. Und wenn’s auch mal ein unrealistischer Wunsch sein darf, dann wäre das wohl: Speck und Käsnudel auf Lebenszeit für alle Kärntner. (lacht)

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Gibt es etwas, dass Sie an der Politik ändern würden?
Schaar: Es gibt einiges was ich an unserer politischen Kultur als änderungswürdig empfinde. Mir gefällt es nicht, wie in politischen Auseinandersetzungen miteinander umgegangen wird. Sehr oft kommt es zu einer entgleisenden Wortwahl, die meiner Meinung nach nicht in Ordnung ist. Immerhin sollte man sich als politische Person darüber im Klaren sein, dass man eine Vorbildwirkung hat.

Sie haben in Ihrem jungen Leben bereits sehr viel erreicht. Welche Ziele streben Sie noch an?
Schaar: Ein politisches Ziel, dass ich noch vor Augen habe ist ein Platz im Nationalrat. Einen hohen Stellenwert in meinem Leben hat für mich die Familie. Einer meiner Wünsche für die Zukunft ist natürlich selbst eine Familie zu gründen. Aber wie es die Kärntner Tradition verlangt, muss ich, um heiraten zu können, zuerst Kasnudeln krendeln lernen und das kann ich noch nicht! 

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Was war die bisher größte berufliche Herausforderung, der Sie sich stellten?
Schaar: Bei der letzten Nationalratswahl habe ich über 1400 Vorzugsstimmen bekommen. Es war eine harte Zeit, in der mich vor allem die Junge ÖVP tatkräftig unterstützt hat. In der Politik stößt man oft an Grenzen, die einen dazu bringen können, die Motivation zu verlieren. Meine Kraft schöpfe ich vor allem aus der Arbeit mit jungen Leuten, von denen man so viel zurückbekommt. Ich kann mit dem Vorurteil aufräumen, dass die Jugend Politik verdrossen ist. Leider wird ihr Engagement, dadurch das man sie oft nicht ernst nimmt, zu Nichte gemacht.

Wenn man in einer führenden Position ist, dann hat man auch sehr große Verantwortung. Wie gehen Sie damit um?
Schaar: Da ich nicht von heute auf morgen diese Position bekommen habe, sondern durch meine vergangenen Tätigkeiten in dieses Amt hineingewachsen bin, habe ich gelernt, wie man mit Verantwortung umgeht. Eine große Herausforderung war und ist es, sich als junge Frau in dieser von Männern dominierten Branche Gehör zu verschaffen. Respekt zu bekommen braucht Zeit. Ich bin aber auch der festen Überzeugung, dass das positive Zugehen auf Menschen dazu führt, auch etwas Positives zurück zu bekommen. Jugend und Aussehen sind nicht immer von Vorteil, weil viele Menschen dazu tendieren einen auf dieses zu reduzieren.


Als Mitglied einer politischen Partei ist man oft der öffentlichen Kritik ausgesetzt. Wie ist Ihr persönlicher Umgang, mit Kritik?
Schaar: Am Anfang meiner Karriere fiel es mir schwer die nötige Distanz aufzubauen. Ich tendierte dazu, alles persönlich zu nehmen. Einer meiner Mentoren machte mir eindringlich klar, dass ich unbedingt lernen musste, Dinge auch mal an mir abprallen zu lassen. Das war ein langer, aber auch wichtiger Lernprozess. Natürlich trifft mich Kritik auch heute noch, aber ich denke, Gefühle zuzulassen ist wichtig und ein Zeichen von Menschlichkeit. Es ist nichts wofür man sich schämen müsste. Ich bin heute in der Lage verletzende und unproduktive Kritik auszublenden. Feedback ist für mich essentiell. Ich verachte jedoch persönliche Untergriffe, die nur dazu dienen, jemanden zu verletzen. Leider tendiert die Medienwelt dazu, vor allem über Negatives und Populistisches zu berichten. Seriöse Themen kommen dabei viel zu kurz.

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Gibt es eine Situation in Ihrer Karriere in der Sie besonders stolz waren?
Schaar: In einer Radiodebatte mit Landeshauptmann Dörfler, zum Thema Frauenpolitik, bekam ich sehr viel Lob für die Art und Weise, in der ich meine Position argumentierte. Obwohl sich im Vorfeld bei mir Nervosität breit gemacht hat, war ich im Nachhinein sehr stolz darauf, die Herausforderung angenommen zu haben.

Was verschafft Ihnen Ausgleich zu Ihrem Beruf?
Schaar: Die Politik ist vielfach ein sehr negatives Geschäft, das vor allem davon lebt, zu nehmen. Ich glaube an das Prinzip der energetisch-spirituellen Anziehung, das besagt, was ich ausstrahle, bekomme ich auch wieder zurück. Diese Lebenslehre der besonderen Art bietet mir auch die Möglichkeit den Menschen etwas zurückzugeben und Lebensfreude auszustrahlen. Jeder Tag der nicht in Lebensfreude gelebt wird, ist ein verlorener Tag! Es ist mir ein großes Anliegen, das auch weiterzugeben. Ich habe auch gelernt damit aufzuhören andere zu bewerten und zu beurteilen. Dazu zählt auch Toleranz für die Einstellung der anderen zu haben.

Fotograf: Klaus-Ingomar Kropf
01.07.2010

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INTERVIEW: Marika Lichter Dancing Stars

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INTERVIEW: Marika Lichter Dancing Stars


Im November 2005 gewann Marika Lichter bei der erfolgreichsten österreichischen TV-Show, dem ORF Tanzwettbewerb „Dancing Stars“, mit ihrem Profi-Partner Andy Kainz und wurde so zum Liebling der Nation. 
 


Welche Techniken setzen Sie ein, um sich zu entspannen, wenn Sie unter Druck stehen?
Atemübungen und Power Napping.

Was war der größte Verlust, den Sie in Ihrem Leben erlitten haben?
Der Tod meiner Eltern.

Fünf Uhr nachmittags an einem typischen Sonntag - was machen Sie gerade?
Hoffentlich nicht arbeiten.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie lieben?
Leben und leben lassen.

Ein Wort oder ein Spruch, den Sie hassen?

Das  geht nicht oder das gibt es nicht.

Was ist Ihr Lieblingshaustier?
Meine süße Hündin Roxy.

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Selbstverständlich. Dort, wo es kalkulierter Teil eines Einkommens ist auf jeden Fall.

Boykottieren Sie eine Marke, wenn Sie erfahren, dass zur Herstellung Kinder aus der Dritten Welt arbeiten müssen, oder die Umwelt verschmutzt wird?
Da muss man natürlich sehr aufpassen, denn oft werden solche Meldungen geschäftsstörend von der Konkurrenz verbreitet, aber wenn es wirklich stimmt, dann auf jeden Fall.

Wie weit vertrauen Sie Statistiken?
Ich nehme sie zur Kenntnis, agiere aber trotzdem nicht immer konform.

Glauben Sie, dass viele Krankheiten durch einen kranken Kopf verursacht werden?
Absolut! Man darf die Macht der Gedanken nicht unterschätzen. Ich bin ein absoluter Befürworter der Ganzheitsmedizin, die versucht, Zusammenhänge zu erkennen.

Was war Ihr erster Job? Wie verlief Ihre erste berufliche Erfahrung?

Meine ersten Jobs hatte ich mit meiner Folkloregruppe, Da war ich so ca. 15 Jahre alt. Ich ging ins Gymnasium und studierte Klavier und Gesang am Konservatorium. Ich hatte nur positive Erfahrungen damals.

Was sind die größten Erfolge und die größten Misserfolge Ihres Lebens?
Privat ist sicher mein Sohn Paul mein größter Erfolg, beruflich mein Sieg bei “Dancing Stars”. Mein größter privater Misserfolg war das Scheitern meiner Ehe, beruflich gab es einige wenige, aber die habe ich verdaut. Da waren es eher die menschlichen Enttäuschungen, die mir zugesetzt haben.

Ist Liebe eine kreative Herausforderung?
Nicht nur, aber sicher auch.

Drei Wörter, die heutzutage sehr wichtig sind:
Vertrauen, Authentizität, Toleranz.

Kann man positives Denken zur Gewohnheit machen?
Man muss es nur lange genug üben, dann klappt das!

Was war Ihr Traumjob als Kind?
Ich wollte immer schon Sängerin werden und das bin ich auch geworden.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Musik natürlich.

Was bereitet Ihnen an Ihrer Arbeit besondere Freude?
In meiner künstlerischen Arbeit als Schauspielerin/Sängerin genieße ich es, dem Publikum immer wieder die Geschichte eines Stückes zu erzählen. Als Agentin freut mich jeder gute Vertrag, den ich für meine Künstler verhandele und auch ein gelungener Event macht sehr viel Freude.

Was stehen Sie zu Social Media?
Ich bin dafür. Natürlich immer mot Maß und Ziel, aber auch och bin FB User.

Gab es Momente in ihrem Leben, wo sie darüber nachdachten, den Beruf zu wechseln?
Ich habe zu meinem Beruf als Sängerin und Schauspielerin noch mehrere Beruf als Agenturchefin, Managerin, Autorin usw. hinzugefügt. Da kann ich immer ein bisschen switchen.

Wie reagieren Sie unter Termindruck?
Ich bin zumeist unter Termindruck und habe gelernt, damit unzugehen.

Ist es in Ordnung für Sie, Trinkgeld zu geben?
Selbstverständlich. Dort, wo es kalkulierter Teil eines Einkommens ist auf jeden Fall.


Willkommen bei der Agentur GlanzLichter!

Seit 1991 ist Marika Lichter neben ihrer ständigen künstlerischen Tätigkeit im Agenturgeschäft als Künstlervermittlerin und Veranstaltungs – sowie PR Agentur zu Hause.

 

In den ersten 5 Jahren betrieb sie mit Partnerin Ingrid Windisch die Agentur "Allegro", seit 1996 ist sie Alleininhaberin der Agentur "GlanzLichter". Mit einem eingespielten Team werden die Projekte geplant und mit einem Stab ständiger Mitarbeiter durchgeführt.

In diesen 15 Jahren machte sich die Agentur durch Kompetenz, Seriösität und Verlässlichkeit einen erstklassigen Namen und gewann und gewinnt ständig das Vertrauen der bisherigen und neuer Kunden.

Ob private Feste, Geschäftseröffnungen, Corporate Events oder Großevents für tausende Gäste- die Kunden der Agentur sind begeistert und etliche Firmen seit der Agenturgründung zu Stammkunden und Freunden geworden.

"Synergien finden, das, was zusammenpasst forcieren, die Wünsche der Kunden berücksichtigen und ihnen gerecht werden, aber auch beharrlich verweigern, was auf Grund der Erfahrungen nicht funktionieren kann, sind die Eckpfeiler jeder erfolgreichen Veranstaltung" sagt Marika Lichter.

www.glanzlichter.at
13.06.2011

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